Sonntagsshopping in Nordrhein-Westfalen – unabhängiger Ratgeber

Ratgeber · Nordrhein-Westfalen

Verkaufsoffener Sonntag NRW 2026 – Termine, Regeln und Städte im Überblick

Von Mohammad · Aktualisiert: 13. Juni 2026 · Lesezeit: ca. 9 Minuten

Wer in Nordrhein-Westfalen am Sonntag shoppen möchte, steht oft vor derselben Frage: Wo haben die Geschäfte heute eigentlich geöffnet? Die Antwort ist weniger einfach, als viele denken – denn einen landesweiten Termin für den verkaufsoffenen Sonntag gibt es in NRW nicht. Jede Stadt entscheidet selbst. Dieser Ratgeber erklärt, wie die Termine entstehen, welche Regeln gelten und wie Sie zuverlässig herausfinden, wo am nächsten Sonntag eingekauft werden kann.

Das Wichtigste in Kürze:
  • Verkaufsoffene Sonntage werden in NRW kommunal festgelegt – es gibt keine landesweite Terminliste.
  • Pro Gemeinde sind maximal 8 Sonntage im Jahr möglich, nicht an aufeinanderfolgenden Wochenenden.
  • Typische Öffnungszeiten: 13:00 bis 18:00 Uhr.
  • Touristisch geprägte Orte wie Winterberg dürfen an bis zu 40 Sonntagen öffnen.
  • Termine können kurzfristig abgesagt werden – vor dem Besuch immer die Angaben der Stadt prüfen.
Nächster verkaufsoffener Sonntag 14.06.2026

Geöffnet u. a. in: Bielefeld – Heepen (Heeper Sommer) und Sennestadt (Sennestadtfest); Duisburg – Meiderich (Sommerfest) und Alt-Homberg (Brunnenfest); Köln – Lindenthal (Familien- und Veedelsfest); Essen – Rüttenscheid (12. Kunstmeile) und Werden („2. Werden singt“); Bochum – Wattenscheid (Sommerfest); Bergisch Gladbach – Bensberg (Schlossstadtfest) – jeweils von 13:00 bis 18:00 Uhr.

Wie entstehen verkaufsoffene Sonntage in NRW?

Grundlage ist das Ladenöffnungsgesetz Nordrhein-Westfalen (LÖG NRW). Nach § 6 dürfen Verkaufsstellen an bestimmten Sonn- und Feiertagen öffnen, wenn ein öffentliches Interesse besteht. Dieses Interesse muss begründet werden – zum Beispiel durch ein Stadtfest, einen Markt, eine Messe oder Maßnahmen zur Belebung der Innenstadt und Stärkung des stationären Einzelhandels.

Die Freigabe erfolgt nicht automatisch. Zuständig ist die örtliche Ordnungsbehörde, die per Rechtsverordnung festlegt, an welchem Tag, in welchem Gebiet und für welche Geschäfte die Öffnung erlaubt ist. Deshalb gilt eine Sonntagsöffnung häufig nur für die Innenstadt oder einen einzelnen Stadtteil – nicht für das gesamte Stadtgebiet.

Warum gibt es keine vollständige Terminliste für ganz NRW?

Weil die Entscheidungen dezentral fallen. Städte beschließen ihre Sonntagsöffnungen meist im Zusammenhang mit konkreten Veranstaltungen und veröffentlichen die Termine erst nach und nach im Laufe des Jahres. Eine verbindliche Landesliste für alle verkaufsoffenen Sonntage 2026 existiert daher nicht. Seriöse Übersichten – auch diese Seite – können immer nur den jeweils bekannten Stand abbilden.

Wichtig: Auch bereits genehmigte Termine können kurzfristig entfallen, etwa wenn der geforderte Veranstaltungsbezug fehlt oder gerichtlich beanstandet wird. Prüfen Sie kurz vor dem Besuch die offizielle Bekanntmachung Ihrer Stadt oder die Website des Geschäfts.

Typische Öffnungszeiten am verkaufsoffenen Sonntag

In Nordrhein-Westfalen öffnen teilnehmende Geschäfte an einem Shoppingsonntag in aller Regel von 13:00 bis 18:00 Uhr. Abweichungen kommen vor – vereinzelt etwa 12:00 bis 17:00 Uhr. Eine Pflicht zur Teilnahme gibt es nicht: Jedes Geschäft entscheidet selbst, ob es am Sonntag öffnet. Mehr dazu im Beitrag Öffnungszeiten & Tipps für den Shoppingsonntag.

Verkaufsoffene Sonntage in den großen Städten

Gerade die Metropolen verteilen ihre Sonntagsöffnungen oft auf verschiedene Stadtteile, sodass über das Jahr gesehen mehr Gelegenheiten zum Sonntagsbummel entstehen als die acht Termine pro Gemeinde vermuten lassen:

Stadt / RegionBesonderheitMehr erfahren
KölnSonntagsöffnungen meist stadtteilbezogen, oft gekoppelt an Veedelsfeste und MärkteKöln im Detail
DüsseldorfTermine häufig im Umfeld großer Messen und Stadtteilfeste (z. B. Innenstadt, Benrath)Düsseldorf im Detail
Ruhrgebiet (Essen, Dortmund, Bochum, Duisburg)Dichte Städtelandschaft – fast jedes Wochenende öffnet irgendwo eine InnenstadtRuhrgebiet im Detail
Winterberg & KurorteSonderregel für Tourismusorte: bis zu 40 Sonntagsöffnungen pro JahrSonderregel erklärt

Verkaufsoffene Sonntage in NRW 2026 – die Termine

Die folgende Übersicht listet die aktuell bekannten verkaufsoffenen Sonntage in Nordrhein-Westfalen für 2026. Die Liste wird laufend ergänzt, da viele Städte ihre Termine erst im Jahresverlauf beschließen. Stand: Juni 2026.

DatumStadtStadtteil & Anlass
14.06.2026BielefeldHeepen (Heeper Sommer) und Sennestadt (Sennestadtfest)
14.06.2026DuisburgMeiderich (Sommerfest) und Alt-Homberg (Brunnenfest)
14.06.2026KölnLindenthal (Familien- und Veedelsfest)
14.06.2026EssenRüttenscheid (12. Kunstmeile) und Werden („2. Werden singt“)
14.06.2026BochumWattenscheid (Sommerfest)
14.06.2026Bergisch GladbachBensberg (Schlossstadtfest)
12.07.2026KölnRodenkirchen (Rodenkirchener Sommertage)
02.08.2026KölnDeutz (Familien- und Stadtteilfest)
30.08.2026BielefeldBrackwede (Schweinemarkt)
30.08.2026DortmundLütgendortmund (Bartholomäuskirmes)
30.08.2026KölnLindenthal (Lindenthaler Sommerfest)
06.09.2026BielefeldHeepen (Heeper Ting)
06.09.2026DortmundAplerbeck (Apfelmarkt), Mengede (Michaelisfest), Hombruch (Viva Hombruch)
06.09.2026KölnSülz/Klettenberg (Stadtteilfest)
13.09.2026DüsseldorfKaiserswerth (Kartoffelfest) und Eller (Gumbertstraßenfest)
13.09.2026DuisburgRheinhausen-Hochemmerich (Kirmes)
13.09.2026KölnMülheim (Neuehrenfest) und Porz (Musikalischer Herbstmarkt)
13.09.2026OberhausenSchmachtendorf (Kröößkirmes)
20.09.2026DuisburgCity (Duisburg in Lack und Chrom) und Neumühl (Revierfest)
20.09.2026KölnInnenstadt (Dä längste Desch von Kölle) und Kalk (Herbst- und Weinfest Rath-Heumar)
27.09.2026DormagenInnenstadt (Michaelismarkt)
27.09.2026BielefeldSchildesche (Stiftsmarkt)
27.09.2026DüsseldorfPempelfort (Nordstraßenfest)
27.09.2026KölnMülheim/Dellbrück (Stadtteilfest)
04.10.2026DortmundHörde (Hörder Erntemarkt)
04.10.2026OberhausenNeue Mitte (Familienfest)
11.10.2026BielefeldBrackwede (Glückstalertage)
11.10.2026KölnLindenthal (Street Gallery) und Porz (Musikalischer Herbst)
18.10.2026KölnSülz/Klettenberg (Kunst im Carré)
25.10.2026DuisburgNeumühl (Mystisches Neumühl) und City (Kürbisfest)
08.11.2026DortmundLütgendortmund (Martinsmarkt) und Innenstadt (Hansemarkt)
08.11.2026DuisburgMeiderich (Martinsmarkt)
08.11.2026KölnLindenthal (Braunsfelder Martinsmeile)
08.11.2026OberhausenNeue Mitte (Freizeit- und Reisemesse)
29.11.2026DormagenInnenstadt (City-Adventsmarkt)
29.11.2026DüsseldorfStadtmitte, Altstadt und Carlstadt (Weihnachtsmärkte)
06.12.2026AachenInnenstadt (Nikolaustag)
06.12.2026BielefeldBrackwede und Heepen (Adventsmarkt)
06.12.2026DortmundInnenstadt (Weihnachtsmarkt)
06.12.2026DüsseldorfBenrath, Eller, Kaiserswerth, Oberkassel, Pempelfort, Derendorf (Weihnachtsmärkte)
06.12.2026KölnInnenstadt und Porz (Weihnachts-/Adventsmarkt)
06.12.2026OberhausenSchmachtendorf (Nikolausmarkt)
13.12.2026BielefeldMitte (Weihnachtsmarkt)
13.12.2026KölnPorz (Porzer Adventsmarkt)
13.12.2026OberhausenNeue Mitte (Weihnachtsmarkt)
20.12.2026DuisburgCity (Weihnachtsmarkt)

Quelle: kommunale Bekanntmachungen der Städte und Gemeinden. Alle Angaben ohne Gewähr – Termine, Gebiete und Öffnungszeiten können sich kurzfristig ändern oder abgesagt werden.

So finden Sie den nächsten Termin in Ihrer Stadt

  1. Offizielle Bekanntmachung der Stadt prüfen: Die Rechtsverordnung der Ordnungsbehörde nennt Datum, Gebiet und Uhrzeit verbindlich.
  2. Werbegemeinschaft oder Citymanagement: Viele Innenstädte bewerben ihre Shoppingsonntage über lokale Händlervereine.
  3. Direkt beim Geschäft nachfragen: Da die Teilnahme freiwillig ist, lohnt vor weiter Anfahrt ein Blick auf die Website oder ein kurzer Anruf.
  4. Lokale Presse: Zeitungen kündigen Sonntagsöffnungen meist einige Tage vorher an – inklusive Anlass und Programm.

Häufige Fragen zum verkaufsoffenen Sonntag in NRW

Wann ist der nächste verkaufsoffene Sonntag in NRW?

Das hängt von Ihrer Stadt ab. Da die Termine kommunal beschlossen werden, gibt es fast jedes Wochenende irgendwo in NRW eine Sonntagsöffnung – verbindlich ist aber nur die Bekanntmachung der jeweiligen Stadt. Prüfen Sie die Website Ihrer Kommune oder fragen Sie direkt im Geschäft nach.

Von wann bis wann sind die Geschäfte geöffnet?

Meist von 13:00 bis 18:00 Uhr. Vereinzelt gelten abweichende Zeiten wie 12:00 bis 17:00 Uhr. Maßgeblich sind die Angaben der Stadt und der teilnehmenden Geschäfte.

Sind an einem verkaufsoffenen Sonntag alle Geschäfte offen?

Nein. Die Öffnung ist freiwillig und gilt oft nur für ein bestimmtes Gebiet, etwa die Innenstadt oder einen Stadtteil rund um den Veranstaltungsort. Einzelne Läden können geschlossen bleiben.

Wie viele verkaufsoffene Sonntage darf eine Stadt in NRW haben?

Maximal acht Sonntage pro Jahr, die nicht direkt aufeinanderfolgen dürfen. Für Kur-, Ausflugs-, Erholungs- und Wallfahrtsorte mit starkem Tourismus gilt eine Ausnahme: Dort sind bis zu 40 Sonntagsöffnungen möglich – bekanntestes Beispiel ist Winterberg.

Kann ein angekündigter Termin noch abgesagt werden?

Ja. Wenn der nötige Anlassbezug fehlt oder erfolgreich beklagt wird, kann eine Sonntagsöffnung kurzfristig entfallen. Ein letzter Blick auf die offiziellen Angaben vor der Anreise erspart Enttäuschungen.

Fazit

Der verkaufsoffene Sonntag in NRW ist keine landesweite Veranstaltung, sondern das Ergebnis vieler kommunaler Einzelentscheidungen im Rahmen des Ladenöffnungsgesetzes. Wer das Prinzip kennt – Anlassbezug, maximal acht Termine pro Gemeinde, typischerweise 13 bis 18 Uhr – findet schnell heraus, wo sich der nächste Sonntagsbummel lohnt. Und wer kurz vor dem Termin noch einmal Uhrzeit, Gebiet und teilnehmende Geschäfte prüft, ist auf der sicheren Seite.

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